STAVRONIKITA
   
Mächtig und imposant erhebt sich das Kloster Stavronikita mit seinem Wachturm an einer Felsenküste ungefähr in der Mitte der Ostseite der Athos-Halbinsel und bietet einen herrlichen Ausblick auf die Ägäis. Sein Gründer war laut der Athos-Überlieferung ein Würdenträger des Kaisers Ioannis Tsimiskis, nämlich Nikephoros Stavronikitas (10. Jh.), dem das Kloster auch seinen Namen verdankt.
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Das Kloster ist dem Heiligen Nikolaos geweiht. Einer alten Überlieferung zufolge wurde die Mosaik-Ikone des Heiligen Nikolaos von Fischern im Meer entdeckt. Auf der Stirn des Heiligen klebte eine Muschel. Die Fischer lösten sie ab, und darauf hin floss aus der Ikone Blut!

Das Katholikon wurde im 16. Jh. errichtet. Sie ist die kleinste aller Klosterkirchen und ist reich mit Heiligenmalereien ausgeschmückt. Die herrlichen Wandmalereien stammen vom berühmten Maler Theophanes aus Kreta. Theophanes und seine Schüler zeichnen vermutlich auch verantwortlich für die Wandmalereien des Refektoriums. Im Katholikon gibt es ein holzgeschnitztes Templon, das von außerordentlicher Kunstfertigkeit zeugt (1743). Beeindruckend ist auch die Wasserleitung des Klosters.

In der Klosterbibliothek gibt es 171 Handschriften, viele davon fantastisch illustriert, sowie ungefähr 5000 gedruckte Bücher. Bedeutende Kostbarkeiten außer der Mosaik-Ikone des Heiligen Nikolaos Streidas (‚mit der Muschel') sind auch Reliquien von Heiligen, liturgische Geräte, Priestergewänder, schöne tragbare Ikonen und vieles mehr.

 
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