VATOPEDI
   
Das Kloster Vatopedi wurde im Jahre 972 von den Mönchen Athanasios, Nicholas und Antonios gegründet. Alle drei waren Schüler des Athanassios Athonitis, dem Günder des ältesten Athos-Klosters Megistis Lavras.
Einer anderen Überlieferung zufolge soll der Klostergründer allerdings Kaiser Theodosios der Große gewesen sein (4. Jh.).
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Die Anlage wirkt wie eine Festung mit verschiedenen Flügeln und Türmen. Im Jahre 1999 lebten hier 80 Mönche. Die heutigen Gebäude des Klosters stammen aufgrund der vielen Reparaturen, Anbauten und Renovierungen aus verschiedenen Epochen und fast alle sind um den großen Innenhof angeordnet.

Das Katholikon (10. Jh.) vom byzantinischen Athos-Typ gehört zu den ältesten Gebäuden dieses Klosters und ist der Maria Verkündigung geweiht. Es handelt sich um ein komplexes Bauwerk mit drei Seitenhallen (Narthex) und sechs integrierten Seitenkapellen. Seine Ausschmückung besteht aus den einzigen byzantinischen Mosaikbildnissen auf Mauerflächen auf dem Agion Oros, Wandmalereien aus dem 14. Jh. - viele davon von Manuel Panselinos (1312) - und aus anderen Perioden, einer wunderbaren Marmorinkrustation im Fußboden und anderem mehr. Der Glockenturm und der Exonarthex wurden im 15. Jh. errichtet. Das Refektorium (Speisesaal) wurde im 12. Jh. errichtet und seine Fresken stammen von 1786.

In der im Klosterhof liegenden Kapelle Agia Zoni – eine von insgesamt neunzehn Kapellen dieses Klosters – wird der Heilige Gürtel (Timia Zoni) der Gottesmutter aufbewahrt. Die Klosterbibliothek verfügt über rund 1.700 handschriftliche Kodizes und 10.000 alte und seltene Bücher.

Die Schatzkammer des Klosters Vatopedi besitzt einige historisch sehr wertvolle Stücke. Dazu gehören Fragmente des Kreuzes Christi, Stücke des Heiligen Holzes, dem Stab, mit dem Jesus am Kreuz der mit Essig getränkte Schwamm dargeboten wurde, ein Edelstein-Kelch von Kaiser Manuel II., ein schönes Diptychon von Christus und der Gottesmutter, Reliquien vieler Heiligen, tragbare Ikonen, Abendmahlskelche, Evangelien sowie zahlreiche liturgische Geräte, goldbestickte Priestergewänder, Goldene Bullen (kaiserliche Urkunden mit Goldsiegel) und sonstige Urkunden.


 
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